Samstag, 31. März 2018

Ende und Anfang

Morgen endet die Fastenzeit, und damit auch mein Projekt "Sieben Wochen nackt".
Als ich vorgestern einkaufen war habe ich bemerkt, dass es mir extrem schwer fallen wird, zum "normalen Einkaufsverhalten" zurück zu kehren. Ehrlich gesagt, will ich gar nicht da hin zurück.
Als ich kürzlich Gummibärchen kaufen musste (natürlich nicht für mich selbst ;)) sträubte sich alles in mir gegen diesen Tütenwahn. Aber bis es dazu Alltags taugliche Alternativen gibt werde ich wohl bedingt wieder mitziehen müssen, wenn ich nicht meine ganze Familie zu einem gesünderen, naturverbundenen Lebensstil "bekehren" kann. Das will ich ihnen nicht über stülpen. Sicher ist aber, dass wir alle sensibilisiert sind und auch die Kleinen mit darauf achten, da, wo es möglich ist, unverpackt einzukaufen. "Möglich" ist aber eine Frage der Definition. Denn an meiner Kinderschar merke ich, dass ein Teil "leidensbereit" ist, und für die gute Sache auf etwas verzichten kann. Ein anderer Teil dagegen findet lieber Argumente dafür, dass das bisschen Müll den Verzicht nicht rechtfertigt.

Freitag, 23. März 2018

Danke!

Gerade gebloggt, da kam sie auch schon: Die Antwort meines Toilettenpapiers.
Und die will ich euch natürlich nicht vorenthalten:

Sehr geehrte Frau Lindner,

Vielen Dank für Ihre Anfrage bezüglich Danke.

Als führender Markenartikelhersteller sind wir ständig bemüht, unsere Produkte an den Bedürfnissen unserer Konsumenten auszurichten und sie kontinuierlich zu verbessern. Wir haben uns intensiv mit dem Thema alternativer Verpackungen befasst. Leider ist es uns bis jetzt nicht gelungen, eine Lösung zu finden, die großtechnisch umsetzbar und ökonomisch vertretbar ist und darüber hinaus noch den notwendigen Gebrauchsnutzen (Schutz der Ware beim Transport und Verkauf) gewährleistet.

Da wir regelmäßig Kontakt und Austausch mit unseren Packstoff-Lieferanten pflegen, wissen wir um die Schwierigkeiten bei der Verarbeitung bereits gebrauchter Kunststoffpackungen. Zurzeit werden Recyclingfolien oder Kartons für Produkte eingesetzt, die stabile und vorwiegend undurchsichtige Folien erfordern, z.B. Blumenerde. Die neue Generation der Polyethylenverpackungen, die wir auch für ZEWA und DANKE einsetzen, sind umweltfreundlich. Sie enthalten keine umweltbelastenden Bestandteile an PVC, PVCD und chlorierten Kunststoffen. Wir werden uns natürlich auch weiterhin intensiv mit diesem Thema auseinander setzen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Danke Kundenservice

Essity Germany GmbH
Sandhofer Str.176
68305 Mannheim
Geschäftsführung: Thomas Wüst, Stephan Franke
Registered Seat: Mannheim • Commercial Register: HRB 713332 Local Court Mannheim



Das Naturarier-Label

Mein Toilettenpapier hat nicht geantwortet.
Wie schade! Kurz nachdem ich die Mail abgeschickt hatte erreichte mich eine automatische Rückantwort, dass man sich um meine Frage kümmern würde. Da das mittlerweile mehr als zwei Wochen her ist scheint die Frage wirklich ausgesprochen kompliziert zu sein.

Donnerstag, 8. März 2018

Die anderen machen die Welt kaputt

Woche 3
Was ist eigentlich schlimmer für die Umwelt: Plastik oder Alu?
Beim Plastik freien Einkauf verzichte ich automatisch auch oft auf Alu, weil die beiden Stoffe oft gekoppelt auftreten (z.B. bei Joghurtbechern). 
Das Produkt, das mich zu dieser Frage brachte, heißt "Schokoliebe". Eine Tafel Schokolade die, hübsch in Pappe verpackt, bei Netto zu erwerben ist. Ich nahm sie freudig mit, weil ihre Kollegen von Milka und Co. in Plastik vor sich hin ruhten.
Leider stellte ich zuhause fest, dass sie innen drin nicht in "Silberpapierchen" gewickelt war, sondern in eine schnöde, durchsichtige Plastikverpackung. 
Was ist denn nun eigentlich besser? Und warum kann Schokolade nicht einfach NUR in Papier verpackt werden (wie zum Beispiel Schokostreusel zum Backen)?
Mein Mann meinte spontan, dass Alufolie eigentlich besser wiederverwertet werden kann als Plastik.
Das ist schon mal ein guter Punkt.

Montag, 5. März 2018

Saubohnen und Wölfe im Schafspelz

Die vergangenen sieben Tage des Projektes “Sieben Wochen nackt” brachten mich dazu, mir von einem Verkäufer die Nutzung roher Saubohnen demonstrieren zu lassen, mich über Weichkäse zu ärgern und mir die Frage zu stellen, wovor sich eigentlich die Müsliproduzenten fürchten.