Samstag, 31. März 2018

Ende und Anfang

Morgen endet die Fastenzeit, und damit auch mein Projekt "Sieben Wochen nackt".
Als ich vorgestern einkaufen war habe ich bemerkt, dass es mir extrem schwer fallen wird, zum "normalen Einkaufsverhalten" zurück zu kehren. Ehrlich gesagt, will ich gar nicht da hin zurück.
Als ich kürzlich Gummibärchen kaufen musste (natürlich nicht für mich selbst ;)) sträubte sich alles in mir gegen diesen Tütenwahn. Aber bis es dazu Alltags taugliche Alternativen gibt werde ich wohl bedingt wieder mitziehen müssen, wenn ich nicht meine ganze Familie zu einem gesünderen, naturverbundenen Lebensstil "bekehren" kann. Das will ich ihnen nicht über stülpen. Sicher ist aber, dass wir alle sensibilisiert sind und auch die Kleinen mit darauf achten, da, wo es möglich ist, unverpackt einzukaufen. "Möglich" ist aber eine Frage der Definition. Denn an meiner Kinderschar merke ich, dass ein Teil "leidensbereit" ist, und für die gute Sache auf etwas verzichten kann. Ein anderer Teil dagegen findet lieber Argumente dafür, dass das bisschen Müll den Verzicht nicht rechtfertigt.

In der letzten Fastenwoche entspannen sich interessante Ideen, was man im größeren Stil tun könnte, um der Plastikverschwendung auf den Leib zu rücken.
Folgende Punkte diskutierten wir unter Freunden:
1.) An welche Stelle müsste man sich wenden, um eine Petition gegen übertriebene Verwendung von Plastik im Verpackungsbereich zu starten? Ich weiß, dass es bereits eine Petition gab, die Rewe dazu bewegte, die Plastiktüte abzuschaffen. Außerdem habe ich vor einiger Zeit eine Petition gegen die eingeschweißte Bio-Gurke unterschrieben. Da tut sich also schon etwas. Aber ich würde es ja bevorzugen, irgendwo an höherer Stelle einzusteigen, und die Verpackungsmoral insgesamt zu hinterfragen. Ein Katalog von Mindestanforderungen an die Verderblichkeit eines Lebensmittels, um eine Plastikverpackung zu rechtfertigen, wäre zum Beispiel interessant. Ob es das schon gibt weiß ich nicht, weil ich noch keine Zeit für Recherche hatte.
2.) Die Idee der Tupperdose an Fleisch- und Käsetheke war ja schon oft im Gespräch. Hier sprachen wir darüber, ob es möglich wäre, ein Pfandsystem für Mehrwegverpackungen an der Theke zu entwickeln. Fleisch in einer vom Markt gestellten Tupperdose kaufen und diese vor dem nächsten Einkauf zurückgeben - bei Flaschen funktioniert es ja auch. Vielleicht wäre es in großen Supermärkten sogar möglich, eine Dosenwaschanlage zu installieren, so dass der Austausch gleich vor Ort erfolgen kann. Auch hier bin ich noch nicht dazu gekommen, nachzuforschen, ob es solche Projekte schon gibt.
3.) Aktionen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Freunde posteten ein Video an meiner Pinwand (Facebook), in dem Menschen in einem Supermarkt ihre gekaufte Ware auspackten und die Plastikumverpackungen im Wagen zurück ließen. Ja, das ist eine Möglichkeit. Allerdings nicht die neueste Idee, ich habe davon schon eine Geschichte gelesen, als ich noch Kind war ;). Trotzdem brüte ich an einer Idee, wie man Menschen ihren Plastikkonsum vor Augen führen kann. Diese will ich aber noch nicht veröffentlichen, bevor ich sie mal mit ein paar Leuten ausprobieren kann :):

Ich schließe mein Projekt mit einer großen Hoffnung ab: weiterzumachen und etwas zu verändern.
Obwohl ich kein erklärter Kampf-Naturschützer bin will ich dran bleiben und die Augen nach Möglichkeiten offen halten, gegen die Selbstverständlichkeit von Plastikmüll aktiv vorzugehen. Und natürlich selber sensibel einkaufen.
Lasst uns gemeinsam schauen, wie wir unserem Planeten etwas Gutes tun können. Wir sind ja nicht die ersten und einzigen, die das auf dem Herzen haben. Für mich geht es darum, dafür zu sorgen, dass wir unser Umwelt zerstörendes Verhalten nicht als selbstverständlich und unvermeidbar hinnehmen.


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